Zigarren aus Rosenheim

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Zigarren sehen auf eine lange Geschichte zurück. Als Salon-Genuss etabliert, später dann zur allgemeinen Vergnügung aufgestiegen, erfreut sich mittlerweile jede Gesellschaftsschicht am duftend glimmenden Tabak. Kaufbar ist das Rauchwerk im Kiosk, im Einzelhandel, aber auch über das Internet. Angebaut wird vor allem in der Karibik, in Mittel- und Südamerika. Zigarren haben bis Rosenheim einen weiten Weg zurückgelegt.

Unterschieden werden Zigarren zunächst nach ihren Formaten. So gibt es Shortfiller-Produkte, deren Einlage aus geschnittenem Tabak besteht. Dieser ist in ein starkes Umblatt gewickelt, das wiederum in ein Deckblatt gehüllt ist. Longfiller-Zigarren dagegen beinhalten ganze Tabakblätter. Für eine fertige Füllung können verschiedene Sorten der getrockneten Pflanze verwendet werden; die Qualität des Tabaks ist in Longfillers meist höher. Auch Zigarren aus Rosenheim werden in diese zwei Gruppen unterteilt.

Weiter spezialisiert wird in verschiedene Typen. So gibt es zylindrische Coronas, die im flachen Rundkopf münden. Abgewandelt wird in double-, besonders dicke gorda-, oder kleinere petit-Coronas. Ein weiterer, bekannter Zigarren-Typus ist die Panatela, die mit einer Dicke von nur 14 mm relativ dünn ist. Eine Robusto beeindruckt dagegen mit einem Durchmesser von 19,84 mm – gerät mit einer durchschnittlichen Länge von 124 mm aber recht kurz. Etwas weniger bekannt sind die Culebras, krumm geformt und mit Knickstellen. Die charakteristische, deformierte Form wurde entwickelt, um hergestellte Produkte wiedererkennen zu können – und so Diebstahl vorzubeugen.

Um Zigarre zu rauchen, wird zunächst das Kopfende geöffnet. Hierzu gibt es im Fachhandel Scheren, Cutter, oder Bohrer. Je nach Produkt wird der Schnitt anders gemacht, Beratung findet sich beim Händler und in Ratgeber-Büchern. Zum Anzünden sollte weder Benzin noch Schwefel verwendet werden; das Fußende wird nicht direkt verbrannt, sondern nur über der Hitze „getoastet“. Korrekte Züge gelangen nur in den Mund, nicht in die Lunge – und sollten eher langsam erfolgen, um den Geschmack nicht zu verderben.

(Autor: Gustav Gans)

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