Werkzeuge zur Holzverarbeitung

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Auf dem Holzplatz wird das Holz eingelagert, nicht mehr verwertbares Holz aussortiert, es werden Hölzer aussortiert und es werden Hölzer für verschiedene Arbeiten in den Werkstätten vorbereitet. So haben wir auf dem Holzplatz drei große Arbeitsbereiche.

Das Sägen, das Beilen, und das Keilen. Für die Sägearbeiten verwenden wir die Ziehsäge oder die Bügelsäge, für feinere und genauere Sägeschnitte setzen wir die Gestellsäge ein, Stamm und Astabschnitte werden mit Axt oder Beil gespalten um besser zu trocknen. Holzkloben mit vielen Ast –oder Wurzelgängen werden mit Keil und Hammer zerteilt.

Die Ziehsäge

Die Ziehsäge wird für grobe Querschnitte eingesetzt. Sie hat ein ungespanntes Sägeblatt. Die Sägezähne sind wechselseitig geschliffen. Die Ziehsäge ist 100 – 150cm lang.

Die Bügelsäge

Die Bügelsäge wird zum Astsägen und Frischholzsaägen eingesetzt. Das Sägeblatt wird durch den Spannhebel fest in den Bügel eingespannt. Die großen Zähne sind beidseitig angeschliffen. Die kleinen Zähne dienen dem Spähnetransport. Man schneidet sowohl beim Ziehen als auch beim Schieben. Die Bügelsäge kann auch einhändig bedient werden. Die Sägeblätter können nachgeschärft und geschränkt werden.

Die Gestellsäge

Die Gestellsäge wird für feine Schnitte in der Schreinerei eingesetzt. Mit einem Sägeblatt, einer Schweifsäge sind auch exakte Schnitte möglich. Die Blätter der Gestellsäge lassen sich mit Hilfe der Griffe um 360° drehen.

Um das Sägeblatt zu spannen, wird die Flügelmutter im Uhrzeigersinn gedreht. Das Holz rechts und links vom Spanndraht wird nach innen gezogen und das Blatt gespannt. Nach der Arbeit, wird die Säge im entspannten Zustand aufgehängt.

Das Keilen

Wichtig beim Keilen ist, dass die scharfe Seite des Keiles, beim Tragen, immer nach unten zeigt um das Unfallrisiko zu minimieren. Der schwere Hammer (5-10 Kg) wird etwa so getragen, wie auch das Beil. Beim Keilen zerkleinern wir Holzkloben, die wir nur schwer mit Beil oder Axt teilen können.

Drei Personen sind notwendig. Einer hält den Kloben auf dem Holzklotz fest, ein anderer hält den Keil und gibt ihm Führung und der Dritte haut vorsichtig auf den Keil. Dabei schaut er auf die breite Seite des Keils und trifft mit der gesamten Hammerfläche die Mitte des Keils. Oft muss noch ein zweiter oder dritter keil eingesetzt werden. Den keil muss man in der Mitte festhalten.

Das Beilen

Vor dem Beilen überprüfen wir den festen Sitz des Beilkopfes und den sicheren Stand des Beilklotzes. Die Schneide sollte scharf sein. Im Arbeitsbereich befindet sich niemand, außer den Beilführenden Personen. Beil Beilen steht man im Ausfallschritt, die Füße etwa schulterbreit auseinander. Man holt nicht über dem Kopf aus. Es ist wichtig, nur mit der Faser zu beilen. Beim Transport halten wir das Beil mit ausgestrecktem Arm, etwa n der Einstielverstärkung, die Schneide zeigt nach unten.

Lagerung und Sorten von Brennholz

Brennholz muss gut belüftet sein, damit sich kein Schimmel bilden kann. Es muss vor Regen und Nässe geschützt sein. Am besten ist es am Haus zu lagern oder in einem trockenen Regal für Kaminholz. Die Holzscheite sind je nach Feuerstelle auf 20 – 40cm zu schneiden. In einigen Ländern wird das am Haus gestapelte Holz als zusätzliche Wärmedämmung genutzt. Beim Stapeln sind die Ränder das Wichtigste. Dort wird im Querverbund gestapelt. Abwechselnd wird je eine Reihe quer und dann längs gelegt. Die Hölzer werden nicht sorglos aufeinander geworfen, sondern exakt gestapelt, sodass ein recht stabiler Bund entsteht. Für einen guten Kaminbrand ist es nötig, dass das Holz wenigstens 12 Monate lagert und trocknen kann. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff.

Als Zeichen unseres Wohlstandes und auch zum Zweck des Heizens, befinden sich in vielen Wohnbereichen offene Kamine, Heizkamine, Skandinavische Öfen oder ähnliches. Um eine gemütliche, anheimelnde Atmosphäre zu schaffen, wird in den Feuerstellen zumeist Holz verbrannt. Wenig harzendes Holz ist gut geeignet. Eiche, Birke, Buche, Ahorn, Esche und Holz von Obstbäumen. Schlecht geeignet als Brennholz ist das Holz von Nadelbäumen, da sie sehr harzen.

 

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