Tampons

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Viele haben vlt Probleme mit Tampons und wissen nicht genug darüber. Auf dieser Seite gibt es viele nützliche Informationen, Tipps und Tricks zum Thema Tampon.

Geschichte des Tampons

Wenn wir die Geschichte des Tampons erforschen wollen, müssen wir einige Jahrhunderte zurück in die Vergangenheit gehen. Bereits die alten Ägypter benutzten eine Art von Tampons. Sie umwickelten kleine Stöcker mit weichem Papyrus. Auch im 5. Jahrhundert vor Christus erwähnte bereits ein griechischer Arzt von altertümlichen Tampons.

Das Tampon, so wie wir es heutzutage kennen wurde 1931 Entwickelt. Es hatte bereits damals die heute bekannte Tampon Einführhilfe und bestand aus gepresster Watte. 1933 begann man dann mit der Massenproduktion.

In der Anfangszeit lief der Verkauf allerdings noch sehr schleppend, da es den Apothekern peinlich war Hygieneprodukte für den Intimbereich der Frau zu verkaufen.

1947 Kam das Tampon dann auch groß in Deutschland raus. Die Firma OB erreichte mit Hilfe eines speziellen Verfahrens, hochelastische Watte mit Hilfe von hohem Druck ein eine Hülle zu pressen.

In unserer heutigen Zeit werden Tampons fast ausschließlich aus Kunstfaser hergestellt und nicht wie in der Vergangenheit aus Baumwollfasern. Das hat den Vorteil, dass sie wesentlich Hygienischer sind und nicht so anfällig für die Übertragung von Bakterien. Ein Nachteil ist allerdings das die Tampons aus Kunstfasern nicht biologisch abbaubar sind.

Aber auch für Umweltbewusste Menschen hat die Tampon Industrie vorgesorgt. Es gibt sogenannte Bio Tampons, welche komplett aus biologisch angebauter Baumwolle bestehen. Des Weiteren gibt es noch Softtampons aus Schaumstoffschwämmen.

Tampon Arten

Neben herkömmlichen Tampons gibt es noch eine Vielzahl von weiteren Tampons. Hier ein paar Beispiele.

Analtampon

Auch eine Art von Tampon ist, dass sogenannte Analtampon. Vor allem genutzt von älteren Menschen mit einer Stuhlinkontinenz. Es sorgt dafür, dass Stuhl zurückgehalten wird und nicht austreten kann. Das Analtampon besteht aus weichem Schaumstoff und ist mit einer speziellen wasserlöslichen Hülle umgeben. Mit Hilfe dieser Hülle ist es einfach einzuführen. Sie löst sich nach kurzer Zeit auf und das Analtampon verschließt den Ausgang. Ein großer Vorteil von einem Analtampon ist, dass unangenehme Gerüche von austretendem Stuhl verhindert werden. Das Tampon kann bis zu 12 Stunden getragen werden. Genauso wie bei einem herkömmlichen Tampon, kann mit Hilfe eines Rückholbandes das Tampon leicht wieder entfernt werden. Analtampons gibt es in vielen verschiedenen Formen.

Schmerzlindernder Tampon

Schmerzlindernde Tampons sollen bei Menstruationsschmerzen helfen und schmerzlindernd sein. Mit Hilfe von Vibrationen sollen krampfartige Schmerzen gelöst werden. Diese Tampons funktionieren theoretisch wie ein normales Tampon, nur das an der Rückholschnur ein kleiner Apparat befestigt ist, welcher die Vibration erzeugt. Diese Tampons sind auch nur einmal zu benutzen. Es soll allerdings schon eins genügen um Abhilfe für den Monat zu schaffen. Sie sind geräuschlos und können somit auch Unterwegs genutzt werden. Die Saugfähigkeit ist die gleiche wie ein normales Tampon der Stärke normal.

Tampons in der Medizin

Der Gang zum Zahnarzt kann unangenehm sein das weiß wohl jeder von uns. Ein Zahn wird gezogen und eine offene Wunde entsteht. Auch hier kommen Tampons zum Zuge. In der Zahnmedizin sehen diese Tampons zwar ein wenig anders aus, haben aber den gleichen Effekt. Sie saugen das Blut, welches aus der Wunde tritt auf und verhindern eine Infektion durch Bakterien.

Nicht nur in der Zahnmedizin, sondern auch in der normalen Medizin gibt es eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten für Tampons. Beispielsweise bei Wunden die von innen heraus heilen müssen. Hier werden spezielle Wundtampons in die Wunde eingeführt und helfen bei der Heilung, indem sie Wundsekrete aufsaugen. Da diese Tampons zu 100% steril sind können keine Infektionen der Wunde auftreten.

 Größen

Tampons gibt es in vielen verschiedenen Größen. Die Unterschiedlichen Größen unterscheiden sich meist in ihrer Saugfähigkeit. Jede Frau bestimmt selbst welche Größe und welche Saugfähigkeit am besten für sie ist. Es ist natürlich davon abhängig, wie stark die Blutung ist.

Tampon richtig einführen

Ein Tampon einzuführen ist nicht schwer. Trotzdem gibt es einige Einzelheiten die man beachten sollte. Wo drauf es ankommt und in welcher Reihenfolge man ein Tampon einführen sollte wird nun erläutert.

Schritt 1
Zu allererst sollte man sich die Hände gründlich mit Seife waschen. Dies verhindert dass Bakterien in die Scheide gelangen können.

Schritt 2
Entfernt nun die untere Schutzfolie vom Tampon und löst das Rückholbändchen. Am besten ihr zieht einmal kräftig am Bändchen, so ist gewährleistet, dass das Bändchen sicher mit dem Tampon verbunden ist und nicht bei späterer Entnahme reißt!

Schritt 3
Nun wird der Zeigefinger in die dafür vorgesehene Öffnung am Ende des Tampons gedrückt. Nun kann die obere Schutzfolie sicher entfernt werden ohne mit den anderen Fingern in Kontakt zu kommen.

Schritt 4
Die Position, bei der Einführung des Tampons ist jeder Frau selbst überlassen. Die Position sollte aber bequem und nicht verkrampft sein. Bekannte Positionen sind sitzend auf der Toilette, Hockend oder ein Bein hochgestellt.

Schritt 5
Nun wird mit der Freien Hand die Schamlippen leicht auseinandergezogen, damit der Scheidengang frei und leicht zugänglich ist.

Schritt 6
Nun wird das Tampon mit Hilfe des Zeigefingers so weit wie möglich in die Scheide eingeführt. Wenn ein Widerstand zu spüren ist, sollte das Tampon in eine andere Richtung bewegt werden. Ein richtig eingeführtes Tampon ist nicht mehr zu spüren.

Schritt 7
Die Entfernung des Tampons ist relativ einfach. Durch das Rückholbändchen kann das Tampon leicht entfernt werden.

 Tampon Videos

Im Internet kursiert seit einiger Zeit ein Video, wo ein Mädchen ihren eigenen benutzten Tampon isst. Das Video heißt: „Girl eats her own Tampon“. Ob es nun ein Fake ist oder echt ist mag dahingestellt aber es ist sehr abstoßend.

Das es aber auch lustige Videos mit Tampons gibt zeigen einige Spots, wie zum Beispiel ein Werbespot von einem Kaffe Hersteller, wo die verschlafene Frau ihren Teebeutel mit einem Tampon verwechselt. Der Ausgang sollte jedem klar sein. Hier ein paar witzige Videos zum Thema Tampons.

Tampon Alternative

Wenn die Regelblutung einsetzt, greifen die meisten Frauen automatisch in die Schublade und holen ein Tampon hervor. Es gibt aber auch noch Alternativen zu Tampons. Die Meisten dieser Alternativen, sind in Deutschland eher unbekannt.

Menstruationskappe:

Die Menstruationskappe besteht aus hyperallergenen komfort Silikon und ist im Grunde ein Auffangbehälter für Blut. Sie ist sehr flexibel und lässt sich bequem tragen. Sie ist allerdings Pflegeaufwendiger als ein gewöhnliches Tampon. Bei richtiger Pflege hält eine Menstruationskappe aber mehrere Jahre.

Vorteil ist das sie den Feuchtigkeitshaushalt nicht durcheinander bringt, da keine Feuchtigkeit aufgesaugt wird, sondern nur gesammelt wird. Der Nachteil ist, dass sie bis zu viermal am Tag entleert werden und gereinigt werden muss.

Der Preis für eine Menstruationskappe beträgt, je nach Apotheke, ca. 30 Euro.

Slipeinlage

Der Klassiker neben dem Tampon ist wohl die Slipeinlage. Anders als beim Tampon wird hier lediglich ein Einsatz in die Unterhose gelegt, welche die Monatsblutung aufsaugt. Da eine normale Slipeinlage nicht sehr viel Flüssigkeit aufnehmen kann, eignet sie sich eher für Tage mit geringer Blutung. Es gibt aber auch sehr saugfähige Binden für starke Blutungstage.

Naturschwämme

Für die Umweltbewussten. Diese Naturschwämme saugen die Blutung auf und können leicht entfernt werden. Nach dem Wechsel dieser Schwämme werden Sie mit Wasser ausgewaschen. Nach der Periode werden dann alle Schwämme in Essigwasser desinfiziert. Diese Naturschwämme sind allerdings nicht zu empfehlen, da es schon oft Probleme mit Entzündungen gab.

 Soft-Tampons

Diese Art von Tampons haben viele Vorteile. Sie sind sehr leicht einzuführen, und auch genauso leicht entfernbar. Sie sind gegenüber von herkömmlichen Tampons Fadenfrei. Dadurch vermeidet man lästiges scheuern. Softtampons eignen sich besonders gut bei sportlichen Aktivitäten, da sie fast nicht spürbar sind. Das sehr weiche Material ist sehr angenehm zu tragen und zudem noch sehr hygienisch. Sie sind völlig unsichtbar tragbar. Dies ist sehr angenehm z.B. bei Saunagängen.

Sie bieten sich auch für den Liebesakt während der Periode an. Sie können während des Geschlechtsakts getragen werden und sind von Beiden fast nicht spürbar. Softtampons sind dermatologisch getestet und bestehen aus sterilem Hygienematerial.

 Bio Tampons

Für umweltbewusste Tampon Nutzer gibt es von verschiedenen Firmen sogenannte Bio Tampons. Diese Bio Tampons bestehen zu 100% aus zertifizierter Bio Baumwolle. Im Gegensatz normalen Tampons sind sie völlig frei von möglicherweise schädlichen Schadstoffen. Normale Tampons bestehen meist aus Chemiefaser und sind mit Plastik umwickelt. Wenn man die normale Tragedauer eines Tampons einmal hochrechnet, trägt eine Frau 5 Jahre ihres Lebens ein Tampon in sich.

Wer also auf Chemiefasern verzichten möchte, sollte zu Bio Tampons greifen. Allerdings ist an dieser Stelle auch zu sagen, dass herkömmliche Tampons in keinem Fall gesundheitsschädlich für die Frau sind. Tampons unterliegen sehr strengen gesetzlichen Vorschriften. Diese Vorschriften gelten selbstverständlich auch für Bio Tampons.

In der Handhabung sind Bio Tampons von handelsüblichen Tampons nicht zu unterscheiden. Sie können genauso leicht eingeführt und entfernt werden.

 Mythen über Tampons

Wenn das Rückholbändchen eines Tampons reisst, oder verloren geht bekommt man das Tampon nicht mehr entfernt:

Falsch: Keine Panik, wenn wirklich einmal das Rückholbändchen reissen sollte, einfach das Tampon vollsaugen lassen. Nun wird einfach die Beckenmuskulatur angespannt und mit leichtem pressen kommt das Tampon von ganz alleine wieder zum vorschein.

Das Entzündungsrisiko steigt bei der Benutzung eines Tampons.

Falsch: Wenn man die Hygiene Anweisungen befolgt, wie schon früher beschrieben, dann ist ein Entzündungsrisiko fast ganz auszuschließen. Das Einzige wodrauf zu achten ist, ist bei bereits bestehenden Entzündungen oder Pilzerkrankungen. In diesem Fall ist es empfehlenswert auf Binden zurückzugreifen.

Bei zu weiten Einführen des Tampons, kann es in die Gebärmutter rutschen.

Falsch: Dies ist niemals möglich, das Tampon stößt höchstens gegen den Gebärmutterhals. Allerdings ist diese Öffnung viel zu klein, als das ein Tampon durchpassen würde. Also keine Angst

 Tampons als Verhütungsmittel

Falsch: Ein weit verbreiteter absoluter Irrglauben ist, dass Tampons vor Schwangerschaft schützen könnten. Auch wenn Sie sehr saugstark sind halten sie die Spermien nicht ab in die Gebärmutter zu kommen.

 Tampon Test

In der Vergangenheit wurde viel diskutiert über verschiedene Tamponarten. Es kamen Befürchtungen auf, das Giftstoffe in Tampons seien und sogar krebserregende Dioxine. Auch die Auswirkung von Tampons auf die Scheidenflora wurde ausgiebig diskutiert.

Stiftung Warentest führte vor 10 Jahren einen sehr großen Test mit Tampons durch. An diesem Test nahmen 600 Frauen in verschiedenen Altersklassen Teil. In diesem Test wurde das Tampon auf Herz und Nieren geprüft. Angefangen über die Verpackung und dem Einführen bis hin zur Entsorgen wurde alles getestet. Mit Hilfe von speziellen Fragebögen, wurden die Testergebnisse festgehalten.

Alle Tampons im Test hatten die Größe normal, welche mit drei Tropfen auf der Packung angegeben waren. Die Tropfen auf der Packung der Tampons, stehen für die Saugfähigkeit der Tampons. Die Meisten Frauen bewerteten die Tampons mit gut bis sehr gut. Schwankungen ergaben sich meist nur an den starken Tagen. Dort war es für manche Frauen nötig, auf größere Tampons zurückzugreifen.

 Lieber ein kleineres Tampon wählen

Bei der Größe des Tampon, sollte man darauf achten, das nicht ein zu großes Tampon gewählt wird. Es ist empfehlenswerter, kleinere Tampons zu nehmen und diese öfters zu wechseln. Dies sollte aus folgenden Gründen getan werden:

Leichteres Einführen.

Wird ein großes Tampon gewählt, kann es zu einem Austrocknen der Scheidenflora kommen. Ein entfernen oder Einführen ist dann meistens Schmerzhaft und reizt nur noch mehr.

Blut ist außerdem ein perfekter Nährboden für bestimmte Bakterien. Im Normalfall ist dies kein Problem, da ein Tampon schnell den Körper wieder verlässt. Wird ein großes Tampon aber zu lange getragen, kann es zu einer bakteriellen Entzündung der Scheide führen. Eine gute Faustregel ist, dass Tampon alle 3 – 6 Stunden zu wechseln.

Gebrauchte Tampons

Was mit einem getragenen Tampon machen? Für die Meisten stellt sich die Frage wohin mit dem Tampon? In die Toilette oder in den Mülleimer. Schmeissen Sie ihr Tampon auf keinen Fall in die Toilette, sondern wickeln sie am besten ein paar Lagen Kopierpapier um das benutzte Tampon und schmeissen sie es dann in den normalen Hausmüll. Bitte achten Sie darauf, dass der Müll schnellstmöglich entsorgt wird und nicht allzu lange stehen bleibt. Das benutzte Tampon ist ein optimaler Platz für Keime und Bakterien. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass das Tampon schnell entsorgt wird.

Es gibt sogar Seiten wo Frauen ihre gebrauchten Tampons für einen sehr hohen Preis verkaufen. Die Preise sind gestaffelt nach Tragezeit während der Periode. So etwas ist nicht nur sehr abstoßend, sondern auch sehr Unhygienisch. Solche gebrauchten Tampons sollten unter keinen Umständen gekauft werden. Tampons gehören in den Müll und nicht in die Post.

Vodka Tampon

Alkohol trinken ist ja schon seit eh her ein Trend und unter Jugendlichen immer noch voll im Trend. Ein neuer Trend jedoch treibt es jetzt noch weiter. Die Rede ist vom sogenannten Vodka Tampon. Hier wird ein Handelsüblicher Tampon in Vodka oder anderen hochprozentigen Schnaps eingetaucht. Das Tampon kann bis zu 50 ml aufsaugen. Junge Frauen, aber auch Männer, führen sich dann diese vollgesaugten Tampons vaginal oder anal ein.

Es tritt hierbei ein ähnlicher Effekt ein, wie bei inhalieren von Alkohol. Der Alkohol wird schnell über die Schleimhäute aufgenommen und gelangt direkt ins Blut. Fachleute sehen in dieser neuen Art des Betrinkens eine sehr große Gefahr, da es schnell zu einer massiven Reizung und Verätzung der Schleimhäute führen kann. Da die Dosierung nur sehr schwer zu kontrollieren ist, landen viele junge Mädchen im Krankenhaus. Mit einer Alkoholvergiftung. Im Krankenhaus wundern sich dann die Ärzte warum sie keinen Alkohol im Blut finden.

Mittlerweile sind die Ärzte schon auf die Vodka Tampons eingestellt und wissen wo sie nach dem Alkohol suchen müssen.

Die ersten Fälle dieses Trends wurden erstmals vor einigen Jahren in den USA festgestellt. Dort heißt dieser Trend „Slimming“. Weitere Fälle kann man gerade in Ländern beobachten, wo es für Jugendliche schwer ist, an Alkohol zu kommen. Gerade in Skandinavien tritt dieser Trend vermehrt auf.

In Internetforen macht der Trend des Wodka Tampons große Runde. Es wird ausgiebig darüber diskutiert und Gebrauchsanweisungen werden ausgetauscht. Man sollte auf jedem Fall die Finger von diesem gefährlichen Trend lassen.

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