Schulreife

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Früher war man der Meinung, man muss einfach nur abwarten bis ein Kind reif für die Schule sei. Daher stammt der Begriff „Schulreife“. Man weiß allerdings heute, dass nur das Heranreifen eines Kindes noch nicht ausreicht, um die Anforderungen des Schulunterrichts erfüllen zu können. In der Fachsprache gibt es deshalb den passenderen Begriff der „Schulfähigkeit“. Das soll jetzt allerdings nicht heißen, dass das Kind schon zu allem fähig ist, was in der Schule verlangt wird.

Ein Schulkind wird das Kind eigentlich nur in der Schule. Man muss nun der Frage nachgehen: „Ist das Kind fähig und auch bereit, ein Schulkind zu werden?“. Es werden deshalb einige Untersuchungen angestellt, um diese Fragen zu klären, denn von einem Schulanfänger wird heute erwartet, dass es folgendes kann:

  • Eine Stunde lang stillsitzen
  • Sich gut konzentrieren
  • Enttäuschungen aushalten und eigene Wünsche zurückstellen
  • Eine kleine Geschichte korrekt nacherzählen
  • Einfache Formen, Buchstaben und Zahlen nach malen
  • Einfache Dinge basteln, mit Schere und Klebstoff umgehen
  • Sich ohne Probleme auch für mehrere Stunden von seinen Eltern trennen
  • Fehlerfrei sprechen
  • Sich komplett an- und ausziehen und allein zur Toilette gehen

Unsichere Eltern lassen ihr Kind einen Schuleignungstest machen. Dieser Test wird wie folgt durchgeführt:

Körperlicher Zustand Zunächst wird der körperliche Zustand eines schulreifen Kindes überprüft. Es wird geschaut, ob das Kind den Zahnwechsel schon vollzogen hat und ob es sich zum sogenannten „Gürtelkind“ entwickelt hat. Man nennt die Kinder deshalb Gürtelkinder, weil sich bei ihnen eine Taille gebildet hat und sie nicht mehr länger Hosenträger tragen müssen sondern nun Gürtel tragen können.

Tastsinn

Auch die Sinne des Kindes werden untersucht. Der Tastsinn wird dadurch geprüft, das in einen Korb mehrere Tiere aus Holz gelegt werden. Darüber wird ein Tuch gelegt. Das Kind muss nun nur durch Erfühlen die Tiere erraten, die sich im Korb befinden. Lebenssinn

Der Lebenssinn

wird geprüft, indem man darauf schaut, wie das Kind einen Ball sinngerecht wirft.

Gleichgewichtssinn

Durch Balancieren auf einem Seil, dass am Boden liegt, wird der Gleichgewichtssinn des Kindes getestet.

Hörsinn

Es wird außerdem darauf geachtet, ob das Kind gut hören kann oder ob es einen Hörschaden hat. Fein- und Gromotorik Es wird auch auf die Fein- und Grobmotorik des Kindes geachtet. Dazu muss das Kind einen Ball auf den Fingerspitzen balancieren und Seilchen springen. Sprachkompetenz Indem man mit dem Kind spricht wird die Sprachkompetenz des Kindes überprüft. Dabei wird darauf geachtet, ob das Kind auch in ganzen Sätzen spricht oder nur abgehackt.

Formenfindung

Die Formenfindung wird geprüft, indem das Kind einen Kreis malt und dann in diesen Kreis einen Punkt, genau in die Mitte, setzen soll. Außerdem muss sich das Kind eine spezielle Form 20 Sekunden lang anschauen und dann versuchen, sie genauso nachzumalen.

Das Untersuchungsergebnis wird schriftlich festgehalten und der Schulleitung mitgeteilt. Es kann mit den folgenden Empfehlungen abzuschließen:

  • Schulreif, es bestehen keine Bedenken gegen die Einschulung
  • Schulreif, es Bestehen Bedenken gegen die Einschulung, die pädagogische Überprüfung wird empfohlen Berufskunde
  • Nicht schulreif, es bestehen erhebliche Bedenken gegen die Einschulung • Schulreif I nicht schulreif, Durchführung der VO-SF (Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs) wird empfohlen

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