Rubikon bei Kindern

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In der dritten Klasse beginnt bei Kindern der sog. Rubikon. D.h., das Kind entwickelt sein ganz eigenes Identitätsgefühl. In dieser Zeit kommt es meistens vor, dass das Kind gewisse Fragen stellt. Z. B. wo es denn herkommt oder ob die Eltern es nicht vielleicht vertauscht hätten. Sie denken z.B. darüber nach, was wohl passieren würde, wenn die Mutter stirbt oder wenn die Welt untergeht.

Im Rubikon sind die Kinder aus der „Warum – Phase“ heraus. D.h., sie fragen nicht mehr nur so aus Langeweile, sondern stellen jetzt ganz konkrete Fragen. Dass macht sich auch in der Schule bemerkbar. Sie stellen dem Lehrer immer mehr sachliche Fragen als zuvor.

Die Kinder merken in dieser Zeit auch, dass Mama und Papa auch nicht immer perfekt sind und auch ihre Macken und Fehler haben. Die Jungen wenden sich in dieser Zeit mehr von der Mutter ab und wenden sich mehr dem Vater zu. Die Kinder sind auch nicht mehr so emotional angebunden und das Kuscheln mit den Eltern ist meistens auch vorbei. Die Kinder haben auch nun den Drang, nur mit Gleichaltrigen zu spielen und nicht mit Jüngeren.

Vor diesem Hintergrund erfolgen dann die ersten Gruppenbildungen. Da der Rubikon eine schwere Phase für Kinder ist brauchen sie die Anerkennung von den Lehrern und den Eltern. Die Geschlechter rücken immer mehr auseinander. Jungen und Mädchen haben in der Freizeit ganz unterschiedliche Hobbys und Interessen. Die Mädchen entwickeln sich auch schneller als die Jungen. Jungen entwickeln immer mehr Aggressionen gegen Andere, besonders gegen Mädchen. Außerdem beginnen sie zu prahlen, Gerüchte zu verbreiten und erfinden Notlügen um Ansehen zu bekommen. Sie vergessen auch Streitigkeiten nicht so schnell wie früher.

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