Merkmale von Kinderzeichnungen

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Kinderzeichnungen sind gekennzeichnet durch bestimmte Eigentümlichkeiten, die den engen Zusammenhang zwischen kognitiver und feinmotorischer Entwicklung wiederspiegeln.

Die erste Entwicklungsstufe bei Kinderzeichnungen ist der Wirbel.

Es drückt den Kopf aus, der zuerst im Mutterleib gebildet wird, welcher auch bei der Geburt zuerst den Geburtskanal verlässt. Außerdem finden wir in dem Wirbel auch das Raumgefühl; denn das Kind entdeckt die Wahrnehmung, dass die Welt um es dreht.

Die zweite Entwicklungsstufe zeigt sich in der Kreuzung.

Es ist eine Vorstufe des eigenen „Ichs“. Das Kind erlebt ungewollt die Horizontale und vertikale seiner Gestalt. Die Kreuzungen zeichnen die Kinder erst dann, wenn sich der Gleichgewichtssinn so ausgeprägt hat das sie sicher stehen können.

Als dritte Stufe ist die Zickzacklinie zu erkennen.

Die Zickzacklinie stellt eine Horizontalerweiterung dar und fällt parallel in die Phase, in der sie das Laufen erlernen. Diese Phase findet im ersten bis dritten Lebensjahr statt und ist gekennzeichnet durch diese 3 Merkmale. Anfang des dritten Lebensjahres erreicht das Kind ein Stadium indem es beginnt, sich nicht mehr als dritte Person auszudrücken, wie z.B. .Harma haben“. Es beginnt nun zu sagen: „ich“ will essen. Ein aufkeimendes „Ich“ Bewusstsein muss sich erst bilden. Als Symbol für diese Phase malen die Kinder einen geschlossenen Kreis, der durch einen Strich gekreuzt wird. Nun versuchen die Kinder Menschen zu malen. Hier stellen wir differenzierte Versuche dar.

Der Baummensch hat als Kopf einen Wirbel und als Stamm auch einen, aus mehreren Strichen bestehenden, Stamm. Jedoch ohne Wurzeln.

Kopffüssler

Hier malt das Kind den Menschen einen Wirbel als Kopf, jedoch keinen Rumpf oder Arme. Es sind nur zwei Beine vorhanden.

Leitermensch

Das Kind malt nun einen Menschen, dessen Kopf durch einen Wirbel gebildet wird. Der Rumpf ist gerade und besteht aus zwei Strichen, aus denen sich später zwei Füße bilden. Die Arme sind ebenfalls nicht vorhanden. Zwischen den beiden Rumpfgeraden sind mehrere Geraden vorhanden. Diese können als geschlossene Rippen dienen, da manche Kinder genau 9 Waagerechte malen. Nun kommen die Kinder in ein Spielalter, wo sie länger bei einer Sache bleiben und geduldiger sind. Sie interessieren sich mehr für ihre Umwelt und versuchen diese ernsthaft in ihren Bildern nachzuahmen. Sie beginnen in ihren Objekten Eindrücke zu verarbeiten. Wenn das Kind Arme und Hände malen kann hat es das vierte Lebensjahr erreicht

 

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