Kostenlose und kostenpflichtige MMORPGs

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Während die ersten Online Rollenspiele mit anfallenden Kosten verbunden waren sind die meisten heute, wegen des sehr hohen Angebots auf dem MMORPG Markt, kostenlos zu spielen („free-to-play“).
Um schneller Vorschritte zu machen, hat der Spieler die Möglichkeit Items oder Equipments, im Spiel eigenen Shop, käuflich zu erwerben. Diese erleichtern ihm das spielen und bieten auch andern Spielern gegenüber einen Vorteil.

Nur die wenigsten Spiele sind komplett kostenlos, denn trotzdem müssen sie sich und die ganze Arbeit die dahinter steckt rentieren, sonst kann auf Dauer ein Publisher nicht gewährleisten ein Online-Spiel aktuell und interessant zu halten.

Auch heute noch gibt es das System des Abonnements, das bedeutet dass ein Spieler einen gewissen Geldbetrag zahlt, um das Spiel für einen bestimmten Zeitraum nutzen zu können.

Die bekanntesten Spiele die sich mit dem Abomodell finanzieren sind World of Warcraft, EVE Online (seit ca. 10 Jahren schon) und The Elder Scrolls Online.

Bei einigen Spielen hat dieses Modell aber wenig Anklang gefunden wie z.B. bei Star Wars: The Old Republic oder Tera, was aber hauptsächlich daran lag dass diese Spiele der Spielcommunity nicht genug geboten hat im Vergleich zu anderen Online-Spielen.

Free-to-Play

Die Folge ist meist, dass Online-Spiele, die sich durch ein Abonnement finanzieren, auf ein anderes Modell umsteigen z.B. free-to-play, um das Spiel am Leben zu erhalten.

Diese finanzieren sich durch spielinterne Items-Shops in denen man, gegen bares Geld, nützliche Items oder Equipment erwerben kann. Nicht immer nutzen User diese Features, da durch das große Angebot an MMORPGs diese schon mal schnell die Lust verlieren, da die wenigsten Spiele neu und innovativ sind, um den Spieler bei Laune zu halten.

Ein negativer Nebeneffekt ist unteranderem auch, dass es bei manchen Spielern zu einem bösen erwachen kommt, wenn die Kreditkartenabrechnung vorliegt, weil manche MMOs zu wenig Transparenz bieten um einen Überblick über die Kosten zu behalten.

Pay-To-Win

Die Jenigen, die es sich leisten können und wollen, haben mit den sogenannten Mikro-Transaktionen einen Vorteil gegenüber anderen Spielern die nicht über das nötige Kleingeld verfügen oder dieses zahlen wollen. Gerade bei den Spielern, die mit Vorliebe ihr Können mit andern Spielern im PVP messen, haben einen erheblichen Vorteil, was von den meisten Spielern nicht gern gesehen wird, die sich die Leistung oder Ausrüstung selber erarbeiten wollen.

Dies führt zu Beschwerden von Seiten der Community in denen sich meist über die mangelnde Fairness geärgert wird, was den Spielspaß erheblich senkt und sich der ein oder andere vom Spiel trennt.

Buy-To-Win

Bei diesem Modell kommen lediglich die Kosten in der Anschaffung eines Online-Spiels hinzu und unterscheidet sich nur bedingt von dem „Pay-to-Win Modell.

In dem Fall finanziert sich das Spiel hauptsächlich weiterhin durch Mikrotransaktionen. Guild Wars 2 ist eines der Beispiele für diese Art von Modell. Es kann im Laden erstanden werden und deckt somit schon einige Kosten ab, wenn es auf dem Markt erscheint und gekauft wird.

Spiele wie Word of Warcraft sind ein Beispiel dafür dass in manchen Fällen sogar  alle Modelle gleichzeitig verwendet werden. Während man das Spiel im Web und gleichzeitig auch im Handel erwerben kann, kommen noch die monatlichen Kosten für die Nutzung hinzu. Zusätzlich kann der Spieler sich in den Spiel-Shops Ausrüstung kaufen.

 Fazit

In jedem der hier genannten Möglichkeiten muss jeder Spieler selbst für sich entscheiden, was ihm ein Spiel wert ist, sowie was und ob er zu zahlen bereit ist. Die meisten Spiele, egal welcher Art bieten meist 1 bis 2 Wochen zum kostenlosen testen an.

Gerade heute, wo sich die meisten Spiele zum Free-to-Play-Modell wandeln, beschweren sich viele Spieler, wenn ein Online-Spiel dann doch etwas kostet. Man sollte immer im Hinterkopf behalten, dass Spiele sich nicht von selbst finanzieren.
Durch das Überangebot an frei zu spielenden Games leidet die Qualität und es gibt kaum mehr Spiele die sich von ihrem Grundprinzip großartig von anderen unterscheiden.

Wenn man etwas geboten bekommen möchte, kosten Qualität und Innovation manchmal einen etwas höheren, manchmal einen etwas geringen Betrag, mit dem die Spieleentwickler in ihrer Arbeit unterstützt werden und somit Qualität vor Quantität steht.

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