Kindheit gestern und heute

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Bürgerlicher Haushalt

In bürgerlichen Haushalten waren die Kinder immer gut und hübsch gekleidet, aber leider nicht sehr kindgerecht. Sie waren eher wie kleine Erwachsene angezogen. Den Kindern wurde eigentlich immer vorgeschrieben wie sie zu spielen hatten. Sie spielten immer statusgerecht. Die Kinder spielten aber meistens nicht mit viel Freude.

Arbeiter Haushalt

In den Arbeiterhaushalten waren die Kinder eher schlicht und funktionell gekleidet, aber dafür sehr kindgerecht, so dass sie sehr gut spielen konnten. Sie hatten viel mehr Spaß am Spielen da sie nur wenige Vorgaben hatten. Sie machten einfach das Beste daraus was sie zur Verfügung hatten. Kindheit von „Gestern“ Arbeiterkinder mussten damals schon bei der Arbeit der Eltern mithelfen. Sie wurden manchmal an andere Leute zu Arbeitszwecken vermietet. Hätten die Kinder damals den Eltern nicht bei der Arbeit geholfen so wären sie wahrscheinlich nicht über die Runden gekommen. August Bebel setzte sich sehr für die Rechte der Kinder ein. Etwa um Neunzehnhundert gingen ca. 1 Mio. Kinder arbeiten. Sie mussten z.B. Teppiche weben oder den ganzen Tag in Gold- oder Kohleminen arbeiten. 1903 wurde ein Jugendschutzgesetz verabschiedet, welches festlegte, dass Kinder unter 12 Jahren nicht mehr arbeiten durften.

August Bebel begann damals eine Lehre als Drechsler und musste dafür sehr hart arbeiten. Seine Arbeitszeit war von 5-19 Uhr. Er durfte in dieser Zeit keinerlei Pausen machen. Die Wohnsituation um Neunzehnhundert war sehr schwierig, nur 33% der Arbeiterkinder hatten ein eigenes Bett. 63% mussten sich ihr Bett mit einem der anderen Geschwistern teilen. 4% mussten zu dritt schlafen und 1% sich das Bett mit der ganzen Familie teilen. Die meisten Wohnungen in der damaligen Zeit hatten nur ein Zimmer. Hatte der Vater als selbstständiger Handwerker z. B. eine eigene Schreinerei, so gehörte der Arbeitsraum ebenfalls zur Wohnung. Um die finanzielle Situation zu verbessern wurden häufig Kostgänger eingestellt, die für etwas Essen und ein Bett zum schlafen arbeiteten. So verbesserten die Familien ihre Geldeinnahmen.

Bürgerlicher Haushalt

Die Kinder die aus bürgerlichen Haushalten kamen hatten immer eine Ausbildung. In der Regel war es die selbe die auch schon ihre Eltern erlernt hatten. Die Mädchen der bürgerlichen Haushalte bekamen keine handwerkliche Ausbildung, sie konnten lediglich Lehrerin werden. Die Mädchen bekamen z. B. Unterricht im Klavierspielen und wurden im Wesentlichen auf das Leben als Hausfrau vorbereitet. Arbeiter Haushalt Die Kinder in den Arbeiterhaushalten mussten oft schon in jungen Jahren sehr hart arbeiten. Sie verrichten ihre Arbeit bis zu 14 Stunden am Tag. Die Arbeiterfrauen mussten im Gegensatz zu den bürgerlichen Frauen auch arbeiten gehen. Der Lebensstandard heute Im Gegensatz zu Damals dürfen Jugendliche nicht mehr solange arbeiten. Meistens arbeiten Jugendliche nur um ihr Taschengeld etwas aufzubessern und nicht weil durch fehlendes Zusatzeinkommen die Familie verhungern würde. Alle Kinder die in einer Wohnung leben haben auch ihr eigenes Bett und meist auch ein eigenes Zimmer.

Es gibt heutzutage viel mehr Freizeit- und Spielmöglichkeiten und Kinder und Jugendzeitschriften als Damals. Doch heutzutage wird weniger gespielt, weil viele Kinder lieber stundenlang vor dem Fernseher und ihren Spielkonsolen sitzen.

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