Holz als Werkstoff des Tischlers

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Der Tischler hat die Aufgabe, den gefällten Baum durch die einwandfreie Bearbeitung und Formgebung des Holzes wieder zu neuem Leben zu erwecken. Je mehr der Tischler sich seine leichte Bearbeitung und Schönheit, seiner Maserung zu den edelsten Rohstoffen gehört, verbunden fühlt und je mehr er mit dem Wesen und den naturgegebenen Eigenschaften vertraut ist, desto besser wird ihm seine Aufgabe gelingen.

Aufbau von Holz

Betrachten wir das Holz unter dem Mikroskop, sehen wir ein feines Gerippe, das von unzähligen Hohlräumen durchzogen wird, die Zellen genannt werden. Die Zelle ist das Grundelement des Holzes. Die Teile der Zelle sind die Zellwand und der Zellinhalt. Die Zellwand besteht aus dem Zellstoff oder aus der sogenannten Zellulose und dem Lignin. Der Zellinhalt wird in der Hauptsache aus dem Protoplasma gebildet, welches sich aus dem Zellplasma und dem Zellkern zusammensetzt. Das Protoplasma ist eine eiweißähnliche Substanz, die aus Kohlenstoff, Wasserstoff und aus Sauerstoff besteht.

Zu den weiteren Inhalten der Zellen gehören die zahlreichen Farbstoffe. Diese verleihen den Blättern die Farbe. Nach Art ihrer Aufgabe unterscheidet man folgende Zellen.

Faserzellen

Faserzellen dienen zur Herbeiführung der erforderlichen Festigkeit und verleihen der Pflanze den notwendigen Halt. In Strängen vereint, bilden sie die Hauptmasse des Holzes. Je nach Länge der Holzfasern unterscheidet man als lang –und kurzfaseriges Holz. In Längsrichtung sind die Fasern miteinander verflochten, dass Gewächsstänge von großer Bruch; Zug und Biegefestigkeit entstehen.

Leitzellen (Gefäßzellen)

Durch das Verschwinden der Zwischenräume mehrerer übereinanderstehender Zellen entstehen die Zell Gefäße. Es sind langgestreckte Röhren von cm Länge. Sie haben die Verteilung der Nahrungsmittel innerhalb des Baumes vorzunehmen und fördern die Durchlüftung der Pflanze. Sie erscheinen nur bei Laubgehölzen und sind im Längsschnitt als langgestreckte Röhren und im Querschnitt als Poren bei vielen Hölzern, Eiche, Esche Nussbaum mit bloßem Auge sichtbar. Bei Nadelhölzern findet man anstelle der Gefäße die sogenannten Tracheiden, die eine Mischform zwischen den echten Gefäßen und den Holzfasern darstellen. Ferner zeigen sich röhrenartige Gebilde, die als Harzgänge bezeichnet werden. Tanne und Eibe haben keine Harzgänge.

Speicherzellen

Speicherzellen haben die Aufgabe, Nahrungsstoffe zu speichern, so dass der Baum auch bei geringer Nahrungszufuhr in den Wintermonaten genügend ernährt werden kann. Ferner dienen sie zur Bildung des Samens, durch den die Vermehrung der Baumpflanze gesichert ist.

 

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