Entwicklung des Menschenbildes

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Alle Kreaturen gingen von der „Drei-Einheit“ im Menschen aus. Sie wussten das der Mensch nicht nur aus Materie bestand, sondern aus Körper, Seele und Geist.

Die Griechen hatten noch als Ideal den Menschen, der sich geistig und körperlich harmonisch entwickelt, so dass der Körper ein vollkommenes Werkzeug des Geistes sein konnte. Doch im Laufe der Kulturepochen wandelte sich das Weltbild. Die Römer hatten den Rhetor (Redner) als Erziehungsideal, der die anderen Menschen durch das Wort überzeugen und so im Staate führen konnte.

Dieses Erziehungsideal war praktisch politisch. Im späteren Mittelalter bis in die moderne Zeit war das Erziehungsideal der Mensch der viel weiß, da Wissen gleich Macht war. Im 19. Jahrhundert durchdrang das naturwissenschaftliche Denken das Weltbild des Menschen. Die „Darwinistische“ biologische Weltanschauung führte zum Ideal des „Soldatenmenschen“ der als stärkster überleben kann.

Die Industrialisierung bringt als praktisches Ideal den „Spezialarbeiter“. Die Erziehung des Menschen wurde in den letzten Jahrhunderten immer einseitiger gesehen und dementsprechend auch praktiziert. Dies zeigte sich auch in der Psychologie, in der es sehr viele Strömungen gab und auch noch heute gibt. Bei den meisten Dichtungen liegt die Betonung auf der:

  • Psychologischen Entwicklung ( Der Mensch ist durch seine Erziehung geformt.)
  • Soziologischen Entwicklung (Der Mensch ist das Produkt seines Milieus oder seiner Klasse).
  • Biologische Entwicklung (Der Mensch ist das Produkt seiner Erbmasse).

Alle diese Richtungen schließen jedoch das Geistige im Menschen zum größten Teil aus. In unserer heutigen Zeit entfernt man sich jedoch von diesem reduzierten Menschenbild und erkennt wieder, dass alle drei Aspekte eine wirkliche Aussage über den Menschen ermöglichen. Wirklich glückliche, befähigte und kluge Menschen können nur dann aufwachsen, wenn diese Pädagogik von Anfang an Körper, Seele und Geist in die Erziehung mit einbezieht.

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