Dramaturgie

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1. Erläutern sie den Begriff Dramaturgie im Zusammenhang mit einer Filmproduktion.

Wenn man in der Zeit ein wenig zurück schreitet so stößt man auf den Begriff Dramaturgie im Bezug auf das Thema Theater. Hier diente die Dramaturgie zur Gestaltung eines Dramas. Dies umfasste die praktische Arbeit an einem Bühnenstück.

In unserer heutigen Zeit, sind die Themen die mit Dramaturgie zusammenhängen viel weiter gefächert als beim Theater.

Die Mediendramaturgie befasst sich damit, den Inhalt den man präsentieren möchte strukturell so zu gestalten, dass es für den Zuschauer interessant ist und auch die gesamte Zeit des Filmes, Serie etc. so bleibt. Damit ein Film also spannend ist benötigt man eine gute Dramaturgie. Der Beruf des Dramaturgen zielt genau darauf ab, er befasst sich damit neue Drehbücher zu entwickeln und ihnen eine gute dramaturgische Struktur zu verleihen.

2. Nennen und beschreiben Sie die fünf Stationen des einfachen dramaturgischen Bogens.

Für einen einfachen dramaturgischen Bogen benötigt man 5 Grundlegende Stationen.

1. Die Exposition

Die Exposition steht immer am Anfang eines Filmes. Sie dient dazu in die Geschichte hinein zu führen. Hier wird beispielsweise bekannt gegeben in welcher Zeit sich die Geschichte abspielt und wer die Hauptpersonen des Filmes sind. Sie gibt eine Hilfe besser in die Geschichte und die Rahmenhandlung einzutauchen.

2. Aufbau des Konfliktes

Der Aufbau des Konfliktes ist ein sehr wichtiger Faktor in der Dramaturgie. Der Konflikt ergibt sich aus der Ausgangssituation der Geschichte. Der Protagonist wird gezwungen auf eine Situation zu reagieren und zu handeln.

3. Der Höhepunkt.

Der Höhepunkt ist fast bei jedem Film der spannendste Moment. Der Konflikt kommt zu seinem Höhepunkt und es kommt zur Auseinandersetzung mit dem Konflikt. Ein gutes Beispiel hier für ist z.B. die Szene aus dem Film Star Wars die Kampfszene zwischen Darth Vader und Luke Skywalker in Teil 6 der Saga. Es ist bereits geklärt das Darth Vader Lukes Vater ist und es kommt zum endgültigen Kampf zwischen gut und böse.

4. Abbau des Konfliktes

In diesem Teil des dramaturgischen Bogens entscheidet sich ob sich die Geschichte zum guten oder zum schlechten wendet. Hier entschiedet sich auch über den Werdegang des Protagonisten. z.B ob er stirbt oder am Leben bleibt.

5. Der Schluss

Beim Schluss kommt es entweder zu einem glücklichen oder einem unglücklichen Ende.

Bei diesem Modell des dramaturgischen Bogens empfindet der Zuschauer die Geschichte als abgeschlossen, da alle Fragen beantwortet sind. Bei Filmen die darauf aus sind einen Nachfolger zu haben, werden meistens nicht alle Fragen der Geschichte beantwortet, um die Zuschauer grübeln zu lassen und sich auch den zweiten Teil anzusehen.

3. Es gibt immer wiederkehrende Grundmuster in der Dramaturgie

Es gibt viele Muster in der Dramaturgie, hier die Grundmuster die immer wiederkehren:

  • Liebe und Erotik
  • Tod und überleben
  • Ruhm und Erfolg
  • Macht und Politik
  • Wirtschaft und Geld
  • Rache und Selbsterkenntnis

4. Nennen Sie dramaturgische Möglichkeiten (mit Beispielen, mindestens 5)

Kontraste und Paradoxien

Beispiel: Erwachsener Mann fürchtet sich vor einem harmlosen Tier.

Unwissenheit der Handelnden

Beispiel: Zuschauer weiß mehr als Darsteller.

Überraschung

Beispiel: Überraschende Wende im Handlungsverlauf.

Neugierde

Beispiel: Interessante Bildkompositionen oder Formulierungen, die den Zuschauer neugierig machen.

Retardierung

Beispiel: Die Problemlösung wird durch Parallelhandlung hinausgeschoben, wodurch die Neugierde beliebig steigerbar ist. Hier ist darauf zu achten das Handlung noch glaubwürdig ist.

Erregung

Beispiel: Sex, starke soziale Unterschiede (Wohlstand Armut).

Humor

Beispiel  Humorvolle Einlagen jeder Art. (Sie müssen jedoch unbedingt zu Stilart und Gesamtkonzeption des Films passen.)

5. Was ist Plot Point?

Der Plot point ist eine plötzlich auftretende Überraschung/Wende in der Handlung der Geschichte. Es tritt eine Umstand ein mit dem der Zuschauer nicht gerechnet hat. Der Plot point wird sehr häufig in Kriminalfilmen eingesetzt. Wenn der Zuschauer denkt endlich herausgefunden hat, wer z.B. der Mörder sein könnte, kommt es zu einer unerwarteten Wende und der Zuschauer tappt wieder im dunkeln. Dies ist ein sehr gutes Mittel um die Spannung hoch zu halten.

6. Beschreiben Sie den Begriff Subpolt und dessen Funktion

Unter dem Begriff Subpolt versteht man, mehrere Untergeschichten in einer Hauptgeschichte. Der wohl bekannteste Film der diesen dramaturgische Mittel gezielt einsetzt, ist der Film Pulp Fiction vom Kult Regisseur Quentin Tarantino. Bei diesem Film gibt es viele Verschiedene Untergeschichten die irgendwann ineinander verschmelzen und wieder zu einer Gemeinsamen Geschichte werden. Durch solche Untergeschichten bietet man dem Zuschauer einen Perspektivwechsel der Handlung und man geht näher auf die Geschichte einzelner Protagonisten ein.

7. Welche Fragen müssen vor Beginn einer Filmproduktion geklärt werden?

Natürlich gibt es eine Menge an Dingen die man beachten sollte bevor man anfängt einen Film zu drehen. Hier sind einmal die 6 wichtigsten Fragen die man sich stellen sollte aufgeführt:

  • Wo und wann spielt die Geschichte?
  • Wer ist der Protagonist?
  • Was ist das Ziel des Protagonisten?
  • Welche ist die antagonische Kraft, die dem Ziel des Protagonisten im Weg steht
  • Was ist das Ziel der antagonischen Kraft?
  • Wie sieht der zentrale Konflikt der Geschichte aus?

8. Was ist mit der AIDA-Formel gemeint?

Das vier Phasen Stufenmodell AIDA findet ihren Verwendungszweck in der Werbebranche. Der Kunde soll alle vier Phasen durchlaufen, sich besten falls für das Produkt entscheiden und es kaufen. Alle vier Phasen werden als gleichwertig eingestuft. Man findet das AIDA Prinzip auch heute noch in diversen Werbestrategien und Verkaufsgesprächen wieder. Jeder Einzelne Buchstabe des Wortes AIDA hat seine eigene Bedeutung:

Attention (Aufmerksamkeit) − Die Aufmerksamkeit des Kunden wird angeregt.

Interest (Interesse) − Er interessiert sich für das Produkt. Das Interesse des Kunden wird erregt.

Desire (Verlangen) − Der Wunsch nach dem Produkt wird geweckt. Der Besitzwunsch wird ausgelöst.

Action (Handeln) − Der Kunde kauft das Produkt möglicherweise

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