Der Wunsch nach einem Piercing – das musst du wissen

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Im Voraus

Sich ein Piercing stechen zu lassen ist eine sehr individuelle Entscheidung und sollte daher wohlbedacht sein. Passt es zum eigenen Stil oder ist es nur das, was alle Freunde gerade tragen? Wird man es auch in einigen Monaten oder gar Jahren noch mögen? Zunächst sollten daher verschiedene Alternativen betrachtet werden, je nachdem, um welche Körperstelle es sich handelt, können auch eine Zeit lang Fake piercings getragen werden. Auf diese Art lässt sich gut feststellen, ob der Schmuck auch nach einigen Tagen noch genauso begeistert wie am Anfang. Ist die Auswahl getroffen, gilt es, einen erfahrenen und seriösen Piercer zu finden. Diesen erkennt man in erster Linie an einem absolut sauberen und ordentlichen Studio – dazu zählen vor allem sterile Einweginstrumente, Auflagen und Einweghandschuhe. Dazu sollte er sich Zeit und Ruhe sowohl für die Beratung als auch das Piercen selbst nehmen und alle Fragen zufriedenstellend beantworten. Eine Vorauswahl kann getroffen werden, indem man sich bei Freunden oder in Internetforen nach Erfahrungen erkundigt.

Gesundheitsfragen

Gesundheitlich spielen sowohl allgemeine als auch persönliche Aspekte eine Rolle. Zunächst sollte man sich darüber im Klaren sein, dass ein Piercing direkt nach dem Stechen regelmäßige und disziplinierte Pflege benötigt. Der Abheilvorgang kann, je nach Stelle und individueller Konstitution, wenige Wochen bis einige Monate in Anspruch nehmen, in denen der neue Schmuck vorsichtig bewegt, gründlich desinfiziert und gereinigt werden muss. Wird diese Routine nicht eingehalten, kann es zu schwerwiegenden Entzündungen kommen. Ganz besonders wichtig ist das an empfindlichen oder gefährdeten Stellen, die beispielsweise an Drüsen oder Nerven grenzen. Sollten trotzdem Komplikationen auftreten, darf der Besuch beim Arzt nicht zu lange hinausgezögert werden. Moderne Piercings bestehen normalerweise aus chirurgischem Stahl oder Titan, sollten andere Metallarten gewünscht sein, sollten zunächst Allergien ausgeschlossen werden. Handelt es sich um Tunnel oder Plugs, muss beachtet werden, dass eine Rückdehnung oft einige Zeit in Anspruch nimmt und die Öffnung in extremen Fällen nur chirurgisch wieder verkleinert werden kann.

Im Alltag

Nicht zuletzt sollte die Alltagskompatibilität des gewählten Schmucks zuvor überdacht werden. Je nach Beruf ist auffälliger Schmuck unerwünscht und es muss eine schlichtere Variante gewählt oder sogar ganz darauf verzichtet werden. Hier spielen die branchenüblichen Dresscodes und Hygienevorschriften die wichtigste Rolle. Außerdem darf das Piercing nicht bei handwerklichen Tätigkeiten stören oder gar eine Verletzungsgefahr darstellen. Selbst eine eng sitzende Uniform und ein Schmuckstück an falscher Stelle können zusammen unangenehme Auswirkungen wie Scheuern, Druckstellen oder Entzündungen nach sich ziehen.

Weitere Informationen zum Thema Piercings und Fake Piercings finden Sie auf
http://www.piercingline.com

(Autor: Sophia Schlinger)

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