Das Arbeiten mit Bewehrungsstahl

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Bei Bewehrungsstahl, oder auch Betonstahl genannt, handelt es sich um eine Verstärkung bzw. Bewehrung für Bauteile aus Stahlbeton. In früheren Zeiten wurde diese Art von Stahl auch als Moniereisen oder Armierungseisen bezeichnet. Dieser spezielle Betonstahl wird zunächst in eine dafür geeignete Schalung eingebaut und anschließend mit Beton vergossen.

In Deutschland kommen nur bestimmte Formen zum Einsatz

In Deutschland wird eigentlich nur noch Betonstahl verwendet, der über eine bestimmte Charakteristik bei der Streck- und Fließgrenze verfügt. Die gewünschten Eigenschaften des Betonstahls werden zum Beispiel in der DIN 488 geregelt und dort aufgelistet. Hier zu Lande sind verschiedene Formen von Betonstahl lieferbar. Es gibt beispielsweise Betonstahlmatten „B500A“ und „B500B“ und zwar nach DIN 488. Diese Matten gibt es zusätzlich noch in unterschiedlichen Varianten. Erhältlich sind sie als warmgewalzter Betonstahl mit Durchmessern, die zwischen 6 Millimetern und 14 Millimetern liegen. Zusätzlich wird noch darin unterschieden, ob der Stahl normalduktil oder hochduktil ist. Hierbei spricht man von der Duktilitätsklasse B. Es gibt selbstverständlich noch eine Klasse A und dabei handelt es sich um verschweißte Matten, die aus kaltverformten und gerippten Stabstahl bestehen.

Eine weitere Form ist der Betonstahl in Ringen. Dieser ist warmgewalzt und hat Durchmesser von 6 Millimetern bis 16 Millimetern. Dann gibt es noch den „normalen“ Betonstahl mit zahlreichen Durchmessern von 6 Millimetern bis 40 Millimetern und mit Lieferlängen von bis zu 18 Metern. Spezielle Sonderwalzungen können auch gerne mal 24 Meter lang sein. Dazu kommen noch Formen wie beispielsweise Gitterträger oder Bewehrungsdraht.

Für die Beliebtheit des Betonstahls, sorgt auch seine Eigenschaft, dass er sehr gut mit dem umgebenden Beton verbinden lässt. Zudem werden auch gerne die Rippen des Stahls aufgerollt, um für eine noch bessere „Verbundenheit“ bzw. Stabilität zu sorgen. Das geschieht, weil sich der Beton und der Stahl nach so einem Arbeitsschritt ineinander verzahnen. Das wiederum führt zu einer hervorragenden Kraftübertragung über eine geringe Verbundlänge.

Ein weiterer Aspekt, der Beachtung finden muss, ist der Korrosionsschutz.. Es könnte passieren, dass der Beton Risse oder auch Kiesnester enthält, durch die eventuell bestimmte Salze eindringen und den Betonstahl zum Korrodieren bringen könnten. Doch da ist es von Vorteil, dass der Beton, der sich mit dem Stahl verbindet, über einen Korrosionsschutz in Form eines bestimmten Zementsteins verfügt. Deshalb ist es essenziell, dass der Betonstahl komplett von dem Beton umschlossen wird.

(Autor: Markus Noe)

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