Achtung! Betrug im Web

von - Antworten

Immer mehr Menschen benutzen heute das Web auf der Suche nach Informationen, aber auch, um nach einer Möglichkeit zu suchen, sich hierdurch ein zusätzliches Einkommen zu erwirtschaften. Bedauerlicherweise nehmen mit der zunehmenden Ausbreitung jenes Mediums auch die rechtswidrigen Handlungen immer mehr überhand. Indes nicht allein blauäugige und gutgläubige Menschen werden gerne übervorteilt. Nach persönlichen Aussagen wurden bereits 50 Prozent aller deutschen User bereits mindestens ein Mal von Ganoven über den Tisch gezogen.

Es kann jeden treffen

Niemand braucht erst selber auf die Betrügereien eines ausgekochten Gauners hereinfallen, um dann nach einem wirtschaftlichen Verlustgeschäft feststellen zu müssen, dass er betrogen worden ist. Eine Menge der Betrügereien lassen sich bei gründlichem Überprüfen durchaus aufdecken. Nichtsdestoweniger kann es jeden treffen, denn die Methoden dieser Nepper werden immer professioneller. So kann nicht zuletzt sogar ein aufmerksamer Nutzer bisweilen von ihnen betrogen werden, da er nicht auf Anhieb bemerkt, dass es sich bei dem angeblich lukrativen Geschäft nur um eine Abzocke handelt.

Hier drei Paradebeispiele:

  1. Ein Nepper offeriert ein einträgliches Geschäft, mit dem man in kurzer Zeit jede Menge Geld verdienen kann, vorausgesetzt man lässt sich nicht zu lange Zeit. Durch seine Überzeugungsgabe erschleicht er sich das Vertrauen des gutgläubigen User und bringt ihn dann dazu, einen hohen Geldbetrag in das Geschäft zu investieren. Bis er merkt, dass er eigentlich einem Gauner aufgesessen ist, ist dieser mit der Kohle bereits untergetaucht.
  2. Oder jemand findet in seinem Postfach eine E-Mail mit der Nachricht, er habe einen großen Geldbetrag gewonnen. Man benötigt vor der Auszahlung von ihm nur noch einige Informationen. Dadurch erreicht man geschickt, dass er seinen Namen und seine Kontodaten bekannt gibt.  Statt jetzt das Geld zu überweisen, wird dann von seinem Bankkonto per Lastschrift ein hoher Betrag abgebucht. Falls es dem Betrogenen bei der Durchsicht seiner Auszüge später auffällt und er das Geld zurückbuchen lassen möchte, ist das andere Konto bereits aufgelöst und die Gauner haben sich aus dem Staub gemacht
  3. Durch eine Mail kriegt ein Nutzer von Onlinebanking eine Mitteilung, scheinbar von seiner der Hausbank. Will er wissen, was man von ihm möchte und öffnet er dann die Nachricht, findet er sich auf einer Webseite wieder, welche genauso aussieht, wie die Internetseite seiner Bank. Er macht sich deshalb keine Gedanken, als er dazu aufgefordert wird, seine Geheimzahl und eine gültige TAN einzugeben, angeblich um ihn als rechtmäßigen Inhaber des Kontos zu identifizieren. Natürlich kommt so eine Nachricht nicht von seinem Geldinstitut, denn dieses würde nie zwecks Prüfung der Identität die Bekanntgabe der Geheimzahl verlangen. Da waren natürlich Gauner am Werk, die nun mit der PIN und der TAN Zugang zu seinem Konto haben und es letztendlich bis auf den letzten Cent plündern. Das Geld lässt sich auch nicht mehr zurückholen, weil es praktisch von seinem Konto aus überwiesen worden ist.

Aufgepasst beim Geld im Internet verdienen – als unerfahrener Neuling

Besondere Vorsicht ist vonnöten, wenn jemand ohne die erforderliche Erfahrung ins Online-Business einsteigen möchte, z.B. um ganz schnell viel Geld im Internet zu verdienen bzw. Waren erfolgreich online zu verkaufen. Auf solche halten die Betrüger besonders gerne Ausschau. Das muss jetzt aber nicht besagen, dass ein Einsteiger im Internet-Marketing zwangsläufig aus Unerfahrenheit „Lehrgeld“ zu zahlen hat. Trotzdem wäre der Betreffende gut beraten, sich erst einmal gebührend darüber zu schlau machen, welche Voraussetzungen allgemein gegeben sein müssen, um auf dem Gelände Internet-Business unbedenklich „mitspielen“ zu können.

 Jeder kann sich davor bewahren

  1. Natürlich wissen wir nicht, was für Methoden den Abzockern im Netz noch in den Sinn kommen werden, um unerfahrene Anwender zu betrügen. Allerdings kann sich ein Neuling im Online-Business vor unlauteren Machenschaften in gewissem Maße schützen, sofern er verschiedene prinzipielle Dinge beachtet.
  2.  Sich nie auf Geschäfte mit Pyramiden- oder Schneeballsystemen einlassen. Auch Internet-Spielcasinos sind im Übrigen keine Alternative, um schnell reich zu werden.
  3.  Besonders misstrauisch sollte man sein, falls ein Geschäft angeboten wird, dass in kurzer Zeit erhebliche Renditen verheißt, selbst wenn es noch so schön klingt. Übrigens, falls etwas zu schön klingt, um wahr zu sein, ist es häufig auch nicht wahr.
  4. Auf gar keinen Fall private Angaben und Kontoverbindungen an Leute weitergeben, die uns völlig unbekannt sind.
  5. Prinzipiell nie mit einer großen Geldsumme in Vorauszahlung treten, falls man den Geschäftspartner nicht kennt. Geht es nicht anders, dann die Überweisung über einen seriösen Zahlungsdienstleister abwickeln (z.B. Paypal).
  6. Sich vor dem Beginn einer Geschäftsbeziehung unter allen Umständen gebührend über den Ruf und die Bonität des Geschäftspartner kundig machen (z.B. mithilfe eine Auskunft bei der Schufa oder einfach „googlen“).
  7.  Auf jeden Fall eine gute Software gegen Viren, Trojanern, Spyware und dergleichen installieren, um gegen Angriffe von außen auf PINs und andere persönliche Daten gewappnet zu sein.
  8.  Immer wieder werden Geheimzahlen und Keywords aus Geburtsdaten und persönlichem Namen verwendet. Das wissen auch Betrüger. Besser einen unentgeltlichen Passwortmanager gebrauchen (z.B. KeePass).

Resümee: Betrüger existieren bereits so lange wie es Menschen gibt. Aufgrund der Anonymität im Internet sind die Zahlen von Betrugsdelikten jedoch auf einen neuen Höchststand geklettert. Dennoch man kann sich in acht nehmen. Mithilfe der notwendigen Wachsamkeit und eine Prise gesundem Menschenverstand kann man solche unehrlichen Zeitgenossen relativ leicht entlarven, sodass ihnen neimand hilflos ausgeliefert sein muss.

 

(Autor: Lothar Grieszl)

Ihre Meinung

© 2016 Info Bonus – Das Artikelverzeichnis